Der Turbulenz-Gasmischer mit Lochdüsen
Die zuerst verwendeten Wirbeldüsen, die ich aus defekten Magic7‑Duschköpfen ausgebaut habe, sind schwer erhältlich und kostspielig, wenn sie aus intakten Duschköpfen ausgebaut werden müssen. Weiterhin ist es nicht so einfach und sperrig, diese Wirbel-Düsen mit Heimwerkermitteln in eine Druck-Kammer einzubauen. Daher habe ich mir noch eine andere Bauform mit simplen Bohrungen als Düsen ausgedacht, die sich wesentlich einfacher und kompakter nachbauen lässt.
Der Rasensprenger als Ausströmer in der Badewanne hatte sich ja auch schon als effektiv für das Einmixen von H₂‑Gas ins Badewasser erwiesen.![]()
Als Ausströmer in der Rohr-Druckkammer verwende ich ein 1/2-Zoll-Messingrohr mit großer Wandstärke (eine sogenannte Hahnverlängerung), weil sich Messing leicht mit dünnen Bohrungen von 1,0–1,5 mm versehen lässt, ohne dass ständig der Bohrer abbricht. Die Druckkammer besteht aus einem 2‑Zoll-Messing- oder Edelstahlrohr mit jeweils einer Messing-Endkappe auf beiden Seiten. Die Endkappen sind auch wieder aus Messing, weil sich da auch einfach ein großes zentrisches Loch für den Zulauf und den Ablauf bohren lässt. Diese Löcher werden dann mit Fass-Auslass-Klemmverschraubungen versehen, die jeweils ein ½‑Zoll-Innengewinde und ein ¾‑Zoll-Außengewinde haben. In eines der Innengewinde lässt sich dann das Messingrohr mit den Düsenbohrungen und einer Endkappe einschrauben und auf die beiden Außengewinde z. B. eine Gardena-Kupplung für den Schlauchanschluss … Fertig!

Bild 1: Messing-Hahnverlängerung mit 60 × 1‑mm-Bohrungen und 4 × 1,5‑mm-Bohrungen direkt über dem Gewinde, damit das Wasser aus dem Turbulenz-Gasmischer nach unten abfließen kann, oben mit einer Enkappe verschlossen. (Vor dem Bohren habe ich mit einer Eisensäge 6 Nuten in das Rohr gesägt, damit mir der 1-mm-Bohrer nicht anrutscht und bricht.)

Bild 2: Zwei-Zoll-Messingrohr mit Endkappen (eine mit eingelegter Dichtung) und der Messing-Fass-Durchführung. Mit dem kegelförmigen Stufenbohrer v lässt sich das große Loch für die Fassdurchführung unkompliziert in die Endkappen bohren.

Bild 3: Fertiger Turbulenz-Gasmischer, oben mit 1‑Zoll-Mikroblasen-Abscheider, an den gleich eine Nasenbrille angeschlossen werden kann, um das beim Umpumpen und H2-Anreichern während des Badens dort austretende H2-Gas auch noch beim Baden zu inhalieren. (Der Absperrhahn und das Druckmanometer sind optional.)
Bild 4: Fertiger Turbulenz-Gasmischer angeschlossen auf dem so hochtrabend bezeichneten "linearen Dekompressionsspeicher" (das heißt: In dem silbernen Rohr befindet sich wärmeisoliert ein 20‑m-Pressluft-Spiralschlauch mit 10‑mm-Durchmesser).
Wichtig: Der Mikroblasenabscheider oben am Gasmischer trägt ganz entscheidend zur Effektivität der H₂‑Anreicherung bei! Er leitet alle noch im Wasser treibenden Gasbläschen aus dem abfließenden Wasser ab, die andernfalls auf dem weiteren Fließweg bereits gelöstes H₂‑Gas wieder aus dem Wasser reißen würden. Damit das auch bei der hohen Fließgeschwindigkeit funktioniert, muss er unbedingt mit sogenannten "Prallkörpern" gefüllt sein.

Bild 5: Kleinere Alternative mit 30 Bohrungen Ø 1 mm und 3 Bohrungen Ø 1,5 mm am Gewinde sowie einer Wirbeldüse in der Endkappe. Dieses kurze Rohrstück kann auch zwischen Endkappe und längerem Rohr gemäß Bild 1 geschraubt werden, sodass sich ein Ausströmer mit 90 Bohrungen Ø 1 mm und 7 Bohrungen Ø 1,5 mm ergibt.