Ansaugschlauch-Varianten für die Badewasser-Druck-Mixpumpen
Im Laufe der Entwicklung habe ich festgestellt, dass auch die Dimensionierung des Ansaugschlauches einen Einfluss auf den erreichbaren Wasserstoffgehalt im Badewasser hat.
Wenn Badewasser aus der Badewanne angesaugt werden soll, in dem noch kein H2-Gas gelöst ist, oder wenn direkt Druckwasser aus dem Wasserhahn zugeführt werden soll, ist der Durchmesser des Saugschlauches unkritisch. Wird jedoch Badewasser mehrfach umgepumpt, so bewirkt ein Unterdruck in der Saugleitung, dass bereits gelöstes H2-Gas als Gasbläschen aus dem Wasser gerissen wird und erneut eingemixt werden muss. Das sollte besonders dann vermieden werden, wenn der verwendete Inhalator relativ wenig H2-Gas liefert. Daher empfehle ich am besten gleich einen Saugschlauch mit 25 mm Durchmesser (1 Zoll, ca. 25 mm) zu verwenden, auch wenn der zunächst sehr dick erscheint.
Hier meine beste Allround-Lösung
Die hier vorgestellte Variante hat sich bestens bewährt und kann sowohl mit Ansaugfilter in der Badewanne, als auch angeschlossen am Wasserhahn betrieben werden. Zum Füllen der Wanne schieße ich ihn an den Duschanschluss der Wannenbatterie an und lass das Wasser bereits durch die Pumpe laufen und H2-Gas beim Füllen einmixen. Dabei saugt die Pumpe sogar noch Wasser aus meinen etwas verkalkten Hauswasserleitungen, wodurch das Füllen der Badewanne deutlich schneller geht und das Badewasser bereits direkt nach dem Füllen einen H2-Gehalt von 1,6 bis 2,3 ppm hat. Ist die Wanne dann ausreichend gefüllt, wird der Schlauchteil zum Wasserhahn abgekoppelt und das Badewasser kann ohne großen Umbau umgepumpt, und so der H2-Gehalt je nach Konstellation auf 3 bis 4 ppm gesteigert werden.
Dazu besteht der Ansaugschlauch aus folgenden Elementen:
- ca. 1,5 m Saugschlauch 25 mm verstärkt gegen Unterdruck (grün in den Bildern)
- Überdruckfeste HTC-Kupplung zur Verbindung mit der Pumpe (mit zusätzlicher Klemmschraube an der Kupplung)
- Flanschverbindung zum Ansaugfilter erleichtert das Abschrauben des Druckschlauchs zum Wasserhahn
- Feinfilter am Ende der Saugleitung, damit die feinen Wirbeldüsen im Reaktor nicht verstopfen (in der Plexiglasglocke)
- Grobfilter zum Schutz der Pumpe, falls kein Feinfilter erforderlich ist (am blauen Deckel montiert)
- ca. 1 m Druckschlauch zum Wasserhahn (hier steifer gelber Schlauch mit ∅ 19 mm, weil auch Wasser gesaugt wird)
- Schnellkupplung an den Wasserhahn (hier auch saugdicht gewählt, daher keine Gardena-Kupplung)
Zum Trennen der Leitung zum Wasserhahn kann die Flanschverbindung leicht gelockert werden, dann lässt sich der Wasseranschluss abschrauben ohne die Schläuche drehen zu müssen. Die Metallverschraubung am Feinfilter ist so schwer, dass die Ansaugstelle auch ohne Saugnapf am Boden der Badewanne bleibt.
Und so sieht das ganze dann aus:

Bild 1: fertiger Schlauch mit aufgeschraubtem Grobfilter zum Ansaugen in der Wanne
Bild 2: Grobfilter abgeschraubt zum Anschrauben des gelben Druckschlauchs zum Wasserhahn

Bilder 3 und 4: Unterdruckdichte Schnellverbindung am Duschanschluss des Wasserhahns. Umschalter auf "Duschen" mit Kabelbinder fixiert.
Herstellungsdetails:

Bilder 5 und 6: Die drei Streben am Gewinde des transparenten Filterbechers stellen eine hinderliche Querschnittsverengung dar und sollten besser entfernt werden.

Bilder 7 und 8: Ein Schraubflansch mit Dichtung am Saugschlauch erleichtert später das Abschrauben des Druckschlauchs unter Wasser

Bild 9: Fertige Verbindungen
Einfachere Variante nur zum Umpumpen des Badewassers
Soll das Wasser immer nur umgepumpt werden und die Pumpe nicht auch mit Druckwasser aus der Wasserleitung betrieben werden, können die Anschlüsse viel einfacher ausgeführt werden.

Bilder 10 und 11: Der Feinfilter mit aufgeschraubtem Grobfilter kann mit dem Gewinde direkt in den Saugschlauch gesteckt und angeklemmt werden. Undichtigkeiten spielen hier keine Rolle, da die Verbindung unter Wasser liegt.
Wenn kein Reaktor mit den Sprühdüsen verwendet wird, dann kann auch ganz auf den Feinfilter verzichtet werden:

Bilder 12 und 13: Grobfilter direkt an einen Panzerschlauch geschraubt. Damit die Wanne nicht verkratzt, ist am Ende ein Stück Fahrradschlauch, und an der Gewindeverbindung eine Siphondichtung aufgesteckt. (Für die Pumpen PKm65 und PKSm65 genügt der geringere Durchmesser von 19 statt 25 mm)
Vorfilter direkt am Pumpeneingang
Diese Variante hat eine größere Filterfläche und bewirkt so einen geringeren Unterdruck beim Ansaugen. Durch den Unterdruck im bereits angereicherten H2-Wasser kann wieder H2-Gas als Bläschen aus dem Wasser getrieben werden. Je größer der Unterdruck, umso mehr H2-Gas fällt aus. Es ist vorteilhaft, wenn dies möglichst nah an der Pumpe geschieht, weil die H2-Bläschen dann sofort wieder "eingemixt" werden und nicht über einen längeren Fließweg weiteres H2-Gas aus dem Wasser ziehen können.

Der hier verwendete Vorfilter von der Firma Einhell ist leider nicht Überdruckfest und lässt Wasser austreten, wenn der Einlass-Schlauch an der Druckwasser-Leitung angeschlossen wird.
Für den Manometer-Anschluss habe ich ein Gewinde in den schwarzen Kunststoff-Körper geschnitten und das Manometer mit einer Kontermutter innen eingebaut.
Am Manometer kann der Unterdruck abgelesen werden, der erforderlich ist, wenn die Druck-Mixpumpe an eine Druckwasser-Leitung angeschlossen werden soll. Dann sollte am Wasserhahn der Druckzuleitung die durchfließende Wassermenge so eingestellt werden, dass am Manometer ein Druck zwischen - 0,5 und + 1 bar angezeigt wird. Kann der Verwendete Inhalator das H2-Gas nicht mit Überdruck abgeben, muss der Wasserdruck während des Betriebs der Pumpe auf - 0,5 bis 0 bar eingeregelt werden. Ist der verwendete Inhalator auch nicht Unterdruckfest, dann sollte der Druck auf 0 bar eingeregelt werden damit keine störende Fremdluft angesaugt und mit in das Badewasser eingemixt wird.
Ein steigender Unterdruck beim Umpumpen weist darauf hin, dass sich der Vorfilter zusetzt. Der Unterdruck sollte möglichst im Bereich von 0 bis -0,3 bar bleiben.