Anreichern von Wasser mit Wasserstoff in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

Nutzen von H2-Booster-Flaschen

 Die beliebteste Methode seinem Körper molekularen Wasserstoff in Form von H2-Gas zuzuführen ist das Trinken wasserstoffhaltigem Wasser und die am häufigsten zu H2-Anreicherung verwendeten Geräte sind kleine Trinkflaschen, die mithilfe von elektrischem Strom H2-Gas aus der H2O-Flüssigkeit (Wasser) in der Flasche abspalten und von unten in das Trinkwasser in der Flasche sprudeln lassen.

Ist die Flasche dicht verschlossen, so kann das aus dem Wasser freigesetzte H2-Gas das Wasser unter einen sehr hohen Druck setzen, bis dahin, dass die Flasche platzt oder undicht wird. Von einer H2-Booster-Flasche spricht man dann, wenn der so entstehende Innendruck gezielt dazu genutzt wird, dass sich wesentlich mehr H2-Gas im Wasser löst als ohne den erzeugten Wasserdruck in der Flasche.
(siehe dazu: "Gas-Gleichgewicht" und "Sättigung von Wasser mit H2-Gas")

Eine gute Booster-Flasche zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr druckdicht ist, der beim Boosten erzeugte Innendruck also lange erhalten bleibt, wenn der Deckel nicht geöffnet wird. Natürlich sinkt der Druck ab, weil sich weiter H2-Gas im Wasser löst und auch durch den Kunststoff diffundiert, aber nach 24 Stunden sollte immer noch so viel Druck erhalten geblieben sein, dass es leicht zischt, wenn der Deckel abgeschraubt wird, was ca. 2 bar Innendruck entspricht.

Druckabfall Beispiele

Weil sich auch bei geringerem Innendruck bei einer längeren Lagerdauer noch viel H2-Gas im Wasser lösen kann, empfehle ich die Flasche auch zwischen dem Trinken unter H2-Gasdruck zu lagern. Dadurch wird das zusätzliche Boosten unmittelbar vor dem Trinken effektiver und die H2-Qualität verbessert sich ggf. auch dadurch das sich der Wasserstoff über die Lagerdauer feiner im Wasser verteilt.

Tipps:

  • nur sauberes Trinkwasser ohne Kohlensäure verwenden, keine Fruchtsäfte (ein paar Tropfen für einen frischeren Geschmack oder frische Kräuter wie Zitronenmelisse sind ok)
    Sehr gut lassen sich Fruchtsäfte mit hoch angereicherten H2-Wasser verdünnen.
  • kaltes Wasser lässt sich effektiver anreichern, warmer oder heißer Tee nimmt nicht viel H2-Gas auf.
  • immer (auch) direkt vor dem Trinken boosten und das Wasser direkt nach dem Öffnen (dem Druck-anlassen) trinken, nach 30 Minuten ist bereits die Hälfte an H2 aus dem Wasser verdunstet.
  • am besten nach dem Trinken die Flasche direkt wieder mit Wasser füllen und gleich 5 Minuten lang boosten und die Flasche so unter Druck dunkel lagern.
  • direkt vor dem Trinken dann noch mal 5 bis 10 Minuten boosten.
  • die Membran/Elektrode untern im Gerät alle 1 - 3 Monate entkalken. Dazu eine Schicht Essig-Essenz oder Zitronensäure jeweils pur auf die Membran füllen und ca. 1 h einwirken und mit Wasser abspülen.
  • ist die Membran versehentlich völlig ausgetrocknet, weil sie ohne Wasser gelagert wurde, ist das nicht gut, aber nach 24 h mit Wasser-Füllung sollte die Flasche wieder wie zuvor funktionieren.
  • Die Flasche kann beim Boosten am Ladegerät oder am USB-Anschluss angeschlossen bleiben. Manche Flaschen produzieren dann sogar mehr H2-Gas.
  • Die Flaschen haben in der Regel ein Überdruckventil im Deckel eingebaut. Wenn das Ventil öffnet, kann man das meist auch hören und dann fällt der Innendruck zunächst einmal deutlich ab. Ich empfehle die Flaschen so lange boosten zu lassen, dass das Ventil gerade noch nicht öffnet, und sie dann ruhig längere Zeit bis zum Öffnen und Trinken so stehenzulassen
  • als Trinkmenge empfehle ich 2 bis 3 Mal täglich 0,25 Liter H2-Wasser mit mindestens 5 ppm zu trinken. Bei geringerem H2-Gehalt im Wasser entsprechend mehr. (siehe hier)