Optimierung der elektrischen Komponenten
Die elektrische Ansteuerung der PEM-Zelle zur H2-Gas-Erzeugung ist denkbar einfach. Es genügt eine Gleichspannungsquelle die eine konstante Spannung oder eine konstante Stromstärke liefern und eine Einschalter. Als Stromquelle dient meist ein Lithium-Ionen-Akku, der als einziges Bauteil leicht gewechselt werden kann. Die integrierte Elektronik kümmert sich dann um das Laden des Akkus, die Bereitstellung einer konstanten Stromversorgung für die PEM-Zelle und um den Einschaltknopf, der nicht nur einfach den Strom einschaltet, sondern einen Timer mit Pieps-Tönen startet und dabei für die Optik buntes Licht einschaltet. Zur Optimierung könnte man die Speisespannung leicht variieren, was aber die fest verbaute Elektronik in der Regel nicht möglich macht.
Geringere Spannung führt zu kleineren Gas-Bläschen, die sich leichter im Wasser lösen, höhere Spannung erzeugt mehr Gas, wodurch der Druck in der Flasche schneller steigt. Das Optimum ist ein Kompromiss der je nach Flasche etwas anders ausfällt: abhängig vom Wasservolumen, der eingeschlossenen Luftmenge und ggf. besonders von dem verbauten Überdruckventil im Deckel.
Die einzige Optimierung, die ich an der Elektronik vorgenommen habe, ist, den nervigen Piepser auszubauen, damit ich die Flasche auch in stiller, meditativer Umgebung verwenden kann. Sonst ist die Reaktion: "Wer hat da wieder vergessen sein Handy auszuschalten!"


Der Piepser ist ein rundes Bauteil mit einem Loch oben, aus dem der Schall kommt. Der ist sehr leicht auszulöten, kann aber auch brutal abgezwickt werden. (Bauteil im rechten Bild ausgelötet)
Optimierung durch Einbau eines elektrischen Überdruck-Schalters im Deckel
Das erfordert etwas handwerkliches Geschick, ist aber absolut lohnend! Weniger mutigen empfehle ich, 1-2 Ersatzdeckel zu bestellen dann kann nichts schiefgehen. Im Deckel wird das Sicherheitsventil durch einen elektrischen Druckschalter ersetzt der die Stromzufuhr zur PEM-Zelle unterbricht, wenn der am Druckschalter einstellbare Druck überschritten wird. Der Arbeitsdruck der Flasche ist dann einstellbar zwischen 1 und 10 bar, wobei ich 4 bar gewählt habe.


Das Geniale an der Lösung ist, dass der Innendruck beim Abschalten erhalten bleibt und nicht wie bei einem Luft-Überdruckventil rapide abfällt. Auch hält der Akku viel länger, weil das Gerät ohne H2-Gas-Erzeugung fast kein Strom mehr verbraucht. Die H2-Erzeugung schaltet sich auch von selbst wieder ein, wenn sich wieder etwas Gas von der Wasseroberfläche gelöst hat und dadurch der Druck etwas abgesunken ist. Dadurch ist es möglich, die maximale Laufzeit der Flasche zu wählen (hier bei dem Nano-Booster 2.0 sind das 40 min !) und es wird dennoch nur einem Minimum an Strom verbraucht, um ein Maximum an H2-Gehalt im Wasser zu erreichen! Auch bleibt der H2-Gehalt im Wasser so über lange Zeit erhalten bis zum Öffnen der Flasche erhalten, es muss also nicht möglichst direkt nach dem Abschalt-Pieps der Flasche getrunken werden. Zudem arbeitet die Flasche dann auch sicher und optimal, wenn fast keine Luft vor dem Boosten eingeschlossen ist. Mir ist unverständlich, warum so teure Geräte immer noch keine echte Druckregelung eingebaut haben.
Hier beschreibe ich den Umbau (Materialkosten 30-40 EUR).
Adapter für die Verwendung von Mehrwegflaschen aus Glas oder PET
(mit elektrischen Druckschalter und Manometer)
Mit einem mitgelieferten Adapter ist es möglich, auch beliebige Getränkeflaschen zu nutzen. Diese Flaschen können dann mit H2-Wasser geladen auf den Tisch gestellt werden. Damit entfällt aber der Notausgang bei zu viel Druck in der Flasche, das Ventil im Deckel. In eine selbst gebauten Adapter lässt sich so ein Sicherheitsventil wieder einbauen, oder noch viel besser eine elektrische Abschaltung bei gewünschtem Maximaldruck realisieren, so wie bei dem elektrischen Überdruck-Schalter im Deckel



Links: Grund-Adapter mit Manometer und elektrischen Schalter, mit 0,5 Liter PET-Mehrwegflasche (Auch für die Glaszylinder der Booster von AquaLiving oder Age2Go geeignet)
Mitte: dto. mit zusätzlichem Adapter für die schönen Glaskaraffen von Soda-Stream
Rechts: elektrischer Schalt-Adapter von oben
Hier beschreibe ich den Bau des Adapters und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten