Worin unterscheidet sich die Fachsprache eines Chemikers von der einer Hebamme?
Der Chemiker sagt: "Hah! zwei Oh" und die Hebamme: "Oha! zwei" ... im Fall von Zwillingen
Aus H2O wird Oha! 2
Wasserstoff hat viele Eigenschaften, die den Ausruf "Oha!" rechtfertigen. Er besteht als Atom aus nur 2 Teilchen (Proton und Elektron) und ein Molekül besteht aus nur 2 Atomen. H2 ist das kleinste und leichteste Molekül, das es gibt! Wasserstoff ist 14-mal leichter als Luft.
Der größte Teil aller Materie im Universum besteht aus Wasserstoff, und in unserem Körper sind 63 % aller Atome Wasserstoff-Atome, nur eben nicht als gasförmige Moleküle, sondern fest "verbaut" in organischen Verbindungen, größtenteils als Wasser (H2O) welches so 50 - 70 % unseres Körpergewichts ausmacht. An unserem Körpergewicht hat Wasserstoff selbst nur einen Anteil von 9 %, weil er so leicht ist. Der Atomkern von Wasserstoff (das Proton) hat einen Eigendrehimpuls (den Kernspin), und Wasserstoffatome sind dadurch schwach magnetisch. Darauf basiert das MRT-Verfahren, welches den Körper magnetisch zum "Leuchten" bringt, und so Querschnittsbilder durch den Körper ohne harte Bestrahlung von außen ermöglicht. Im MRT wird gewissermaßen die Verteilung der zum "Leuchten" gebrachten Wasserstoff-Protonen im menschlichen Körper "fotografiert".
Freie Wasserstoff-Moleküle (H₂‑Gas-Moleküle) sind auf der Erde jedoch sehr selten, ganz einfach, weil sie so leicht sind, dass sie der Gravitation der Erde entfliehen, und so winzig, dass sie alle Substanzen so leicht durchdringen können wie kein anderes Molekül. Unsere Atemluft enthält daher fast kein freies H₂‑Gas (am Luftgewicht hat es nur einen Anteil von 0,036 ppm also 36 Milliardstel, am Luftvolumen nur einen Anteil von 0,55 ppm also etwa ein halbes Millionstel).
In der Werbung zu H2-Wasser wird immer nur von "im Wasser gelöstem molekularem Wasserstoff" gesprochen. Gemeint ist damit aber einfach nur Wasserstoffgas (was aber weniger mystisch klingt).
Auf diesen Seiten nenne ich "molekularen Wasserstoff" bei seiner chemischen Bezeichnung: H₂ oder H₂‑Gas.
H2-Gas wird auch in unserem Darm bei der Verdauung freigesetzt und "durchgast" anschließend selbst das Innere unserer Zellen. H2‑Moleküle wandern sogar quer durch die Mitochondrien unserer Zellen (die ebenfalls mit Wasserstoff betriebenen Kraftwerke unseres Organismus) und treten an der Haut aus, oder werden über die Blutbahn zur Lunge transportiert und dort ausgeatmet. H2-Gas entweicht also in alle Richtungen rasch wieder aus unserem Körper, kann sich aber auf seinem Weg in oberen Luftschichten der Erd-Atmosphäre an gesundheitlich förderlichen Prozessen in unserem Körper beteiligen.
Risiken und Nebenwirkungen, selbst bei höchster Dosierung, sind keine bekannt. Im Gegenteil: Bei Tiefsee-Tauchern, die ab 50 bar Wasserdruck in 500 m Tiefe ein Gasgemisch atmen, das zu 49 % aus H₂‑Gas besteht, damit es sich bei diesem enorm hohen Druck nicht verflüssigt, lindert das H₂‑Gas einige der Symptome des Hochdrucknervensyndroms.
(
hier die englische Studie dazu)
Gelöstes Wasserstoffgas im Wasser verändert das Wasser nicht. Es hat keinen Geschmack und ausgasende Bläschen prickeln nicht wie Kohlensäure. Das Trinken von H₂‑Wasser ist einfach eine leicht praktikable Möglichkeit, mehr Wasserstoffgas in den Körper zu transportieren,
als im Darm ohnehin entsteht, und in den Körper aufgenommen wird. Andere Möglichkeiten, mehr H2-Gas in den Körper zu bringen, sind, H2‑Gas zu inhalieren, es über die Hautoberfläche aufzunehmen oder in H2-Wasser zu baden (in Japan wird sogar vereinzelt in Kliniken H2-gesättigte Kochsalzlösung direkt in die Blutbahn gespritzt).
Auf diesen Seiten geht es weniger um die gesundheitlichen Aspekte von H₂‑Gas im Körper, sondern darum:
- was hochwertiges H₂‑Wasser ausmacht,
- woran ein gutes Gerät zur Herstellung von H₂‑Wasser zu erkennen ist,
- wie die Qualität von H₂‑Wasser überprüft werden kann, und
- wie günstige Geräte zum Anreichern von Wasser mit Wasserstoff recht leicht selbst "gebastelt" werden können.
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