Anreichern von Wasser mit Wasserstoff in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

Bild Verfahren 1 3 Zapfhahn a

Version 1.3:
Die absolute Sparversion für Minimalisten

 Die hier beschriebene Gerätschaft ist hocheffektiv und beschränkt sich auf das absolute Minimum an Bauteilen. Auch der Zusammenbau setzt nur geringes handwerkliches Geschick voraus. So gesehen ist es mein Preis-Leistungs-Sieger, meine Empfehlung für die handwerklich geschickteren ist jedoch die ebenfalls beschriebene Komfortversion mit der teureren, selbstansaugender Pumpe, wie in der Version 2.1 beschrieben.

Die Sparversion basiert auf der Pumpe PKm 65 von Pedrollo mit einer Leistung von 550 W und mit einem Edelstahl-Bierzapfhahn als Ausströmer in der Badewanne.
Diese Version bringt 200 Liter Badewasser mit 40 °C bereits nach 10Min. Mix-Betrieb auf 0,9 ppm, nach 15 Min. auf 1,0 ppm, nach 20 Min. auf 1,2 ppm und das Maximum von 1,3 ppm wird nach 30 Minuten erreicht! Das Badewasser kann also schon bis nahe an die Sättigungsgrenze von ca. 1,4 ppm für 38 °C warmes Wasser angereichert.

Alle H2-Messwerte in ppm wurden mit JEUDAO®-Messtropfen ermittelt und die Ergebnisse mit dem ermittelten Eichfaktor 0,76 multipliziert. 

Und so sieht die ganze Gerätschaft aus:

Badewasser kleine Pumpe 300ml 01Badewasser PKm65 04 fertig

Bild 1: Pumpe mit Manometer in der Druckleitung zu zu Testzwecken, die in der abgewinkelten Form zugleich als Tragegriff dient (darauf kann auch noch verzichtet werden). Der Druckschlauch zum Ausströmer mit 19 mm Durchmesser

Bild 2: Gas-Einleitung in die Saugleitung erfolgt direkt vor der Pumpe mit einem Rückschlagventil. Die Pumpe ist mit doppelseitigem Teppich-Klebeband auf ein Stück Schaumplatte aus Verpackungsmaterial geklebt (dient zur Schalldämpfung und Schonung des Fußbodens)

Badewasser Saugschlauch 02 zerlegtBadewasser Saugschlauch 01 fertig

Bild 3: Saugschlauch mit 24 mm Durchmesser und Anschluss über GEKA-Kupplung. Edelstahl Filterkorb an der Ansaugstelle im Badewasser zum Schutz der Pumpe vor groben Partikeln. Achtung: Dieser Filterkorb hält keine Haare aus dem Badewasser zurück. Soll auch während des Badens weiter gepumpt werden, oder die Wirbeldusche als Ausströmer verwendet werden, sollte ein zusätzlicher Feinfilter verwendet werden!

Bild 4: Hier ist der Zapfhahn zur Dekompression direkt an der Pumpe angebracht. Die Ergebnisse sind aber besser, wenn der Zapfhahn unter Wasser in der Badewanne liegt und mit einem Druckschlauch an die Pumpe nach Bild 2 angeschlossen wird.

Hier zwei kurze Videos, die den Betrieb der Pumpe zeigen, allerdings noch in der nicht so effektiven Vorversion, mit zu dünnem Saugschlauch und der H2-Gaseinleitung unter Wasser in den Filterkorb, was zur Bildung großer Gasblasen in der Saugleitung führt ... Die Anreicherung dauert so länger.

 

Hier die Bau-Anleitung für dieses Gerät.

Als Ausströmer im Badewasser empfiehlt sich ein Bier-Zapfhahn oder eine teure Wirbeldusche für alle, die gerne auch Bläschen im Wasser haben und weniger Wert auf einen hohen Gehalt an molekularem Wasserstoff legen.

Anleitung zum Betrieb der Umwälzpumpe zur H2-Anreicherung

  1. Die Wanne wie gewohnt mit Wasser füllen. Besser etwas wärmer als die spätere Badetemperatur, weil es in den 15 bis 30 Minuten der H2-Anreicherung ja noch etwas abkühlt.
  2. Den Saugschlauch der Umwälzpumpe in die Wanne legen und den Druckschlauch (ohne Zapfhahn) mit einem Wasserhahn verbinden. Dann so lange Wasser durch die Schläuche laufen lassen, bis keine Luft mehr im System ist (Diese Pumpe PKm65 ist nicht selbstansaugend). Es ist auch möglich, den Edelstahl-Filterkorb von Saugschlauch abzuschrauben und dann über den Saugschlauch das System mit Wasser zu füllen.
  3. Den Druckschlauch an den Zapfhahn in der Wanne anschließen und die Pumpe einschalten.
  4. Erst jetzt auch den Inhalator einschalten, damit H2-Gas mit angesaugt und reingemixt wird. Anderenfalls kann sich das H2-Gas im System ansammeln, was der Pumpe den Start erschwert.
  5. Mit der Anreicherung kann schon beim Einlassen der Wanne begonnen werden, sobald der Saugschlauch sicher unter Wasser ist, damit keine Luft angesaugt wird.
  6. Zum Beenden der H2-Anreicherung den Inhalator stoppen und die Pumpe ausschalten.
  7. Zum Entleeren die Pumpe auf den Badewannenrand stellen (aber vorher vom Strom-Netz trennen!), die Schläuche abkoppeln und in die Wanne legen. Dann die Pumpe leicht schräg halten, damit auch das Restwasser aus der Pumpe auch noch vollständig in die Badewanne abläuft.
    Achtung: die Pumpe darf nicht lange ohne Wasser betrieben werden, da sonst die Dichtungen geschädigt werden können.

Die Lautstärke der Pumpe ohne Lärmschutz-Gehäuse stört natürlich etwas das "Wellness-Erlebnis" in der Wanne, aber vor dem Baden kann die ganze Gerätschaft ja wieder verschwinden, denn innerhalb von 30 Minuten Badezeit sinkt der H2-Gehalt von ursprünglich 1,1 ppm oder höher nur auf ca. 0,9 ppm ab, was immer noch als medizinisch wirksam gilt. Ein Betrieb der lauten Pumpe während dem Baden ist also nicht nötig. Mit den Ohren unter Wasser ist das Geräusch der Wirbeldusche lauter als die Pumpe zu hören.