Links zu Angeboten zur Herstellung von H2-Badewasser
Diese Geräte habe ich gefunden, mit deren Hilfe man H₂-Wasser zum Baden herstellen können soll:
kleine Sitzbadewanne mit H₂‑Wassererzeugung. Nicht getestet
Diese H2-Badewanne kostet 20.000,– EUR (!) und wird von der Firma Cawolo (China) hergestellt. Man kann in der Wanne nur sitzen und nicht liegen (vermutlich, um weniger Wasser herstellen zu müssen). Dafür gibt es Massagedüsen, Wasserheizung und das Ganze ist mit Türe rollstuhlgerecht! (
siehe hier) hergestellt von einer Firma, die eine riesige H2-Geräte-Palette anbietet, von der 300‑ml-Booster-Flasche bis zu Industrie-Geräten, die bis zu 8 m³/min H2-Gas erzeugen!
Der in der Wanne erreichte H₂‑Gehalt im Wasser wird mit etwas über 1 ppm angegeben.
In dieser
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englischen YouTube-Werbung wird eine andere Badewanne beworben, die im Badewasser eine H₂‑Gas-Anreicherung von bis zu 2,2 ppm erreichen soll. Das ist bereits ein recht hoher Wert und oberhalb der druckfrei erreichbaren Sättigung von 1,4 ppm bei 38 °C. Mir erscheint das zweifelhaft, denn in dem Video wird offenbar massiv Luft in das Wasser eingeblasen, wie bei einem Whirlpool. Das ist die schnellste Methode, um allen gelösten Wasserstoff innerhalb von wenigen Minuten vollständig aus dem Wasser zu treiben!
Erstes öffentliches Wasserstoff-Bad in Europa. Nicht getestet
In Warschau gibt es eine öffentliche Wasserstoff-Wellness-Landschaft mit einem großen Whirlpool, in dem das Wasser angeblich mit Wasserstoff gesättigt ist! (Eintritt ca. 7 € die Stunde). Auch im Dampfbad dort sei die Luft mit H₂‑Gas angereichert. Ein gutes Angebot für Menschen mit Haut- oder Entzündungsproblemen. Anzweifeln würde ich, dass das Wasser wirklich gesättigt ist (also H₂‑Gehalt ca. 1,5 ppm), denn das ist absolut unmöglich, wenn zugleich viel Luft durch das Wasser gesprudelt wird, wie in der angepriesenen "Hydrogene Yakuzzi". Dass sich ein ganzer Raum wie im Dampfbad so hoch mit H₂‑Gas anreichern lässt, dass es einen gesundheitlichen Nutzen hat, wird kaum möglich sein, weil das Gas super schnell nach oben "abhaut" und die Saunagäste dort wohl kaum mit der Nase unter der Decke sitzen. :-) Und auch sehr große Mengen unbewegten Wassers mit H₂‑Gas zu sättigen, ist sehr aufwendig, und die Anreicherungsgeräte müssten sicher Tag und Nacht durchlaufen.
Zusatzgerät für einen H2-Inhalator mit 600 ml/min H2-Gas-Erzeugung mit veröffentlichtem Testbericht.
Mit diesem Zusatzgerät "H2Life Hydrotherapy Generator for baths" lässt sich angeblich Badewasser mit 1,25 ppm H₂-Gas anreichern. Dazu wird ein H2‑Inhalator gebraucht, der 600 ml/min an H2-Gas erzeugen kann, welches dann über eine Umwälzpumpe in dem Zusatzgerät in das Badewasser "eingearbeitet" wird. Kosten: 1500 € für das Zusatzgerät und ca. 2000 € für einen Inhalator, der 600 ml/min H₂‑Gas erzeugen kann. Der im Wasser erzeugte "Nebel" sieht hübsch aus, auch wenn er vermutlich gegenüber klarem gesättigtem H₂‑Wasser keinen gesundheitlichen Vorteil bringt. Im Gegensatz zu "vernebeltem" H₂‑Wasser lässt sich klares H₂‑Wasser aber auch bis über 200 % übersättigen, was vermutlich gesundheitlich deutlich effektiver wirkt.
Kompaktes Gerät von OK-Energy oder (
direkt bei Alibaba bestellt). Nicht getestet.
Das Gerät macht einen guten Eindruck und die Angaben erscheinen plausibel. Die Firma stellt auch sehr große Inhalatoren auf PEM-Basis her, da scheint Erfahrung vorhanden zu sein. Eine Angabe der Leistung fehlt leider, aber vermutlich handelt es sich um einen Inhalator (mindestens mit 300 ml/min?) und eine Umwälzpumpe, die so 1–2 bar auf den Diffusor bringt (die chinesischen Inhalatoren, die ich kenne, schalten bei 2 bar Druck ab). Bei 6 l/min Wasserdurchsatz kann es dauern, bis der gewünschte H₂-Gehalt im Badewasser erreicht ist, aber die 0,3 ppm (die auch meine Billig-Lösung mit der Blumenübertopf-Haube bereits beim Einlassen der Wanne schafft) sollten darin auch sicher sein.
Elektrisches Unterwassergerät (Q-Spa Hydrogen Bath Device) mit veröffentlichtem
Testbericht.
Dieses kleine, akkubetriebene Gerät wird in der Badewanne versenkt und arbeitet vermutlich mit drei völlig frei unter Wasser liegenden PEM-Zellen drucklos.
Wie in den Booster-Flaschen perlt feines H₂‑Gas ins Badewasser, zugleich aber auch auf der Gegenseite O₂‑Gas und ggf. andere Gase, die sich mit dem Sauerstoff im Wasser bilden. Es gibt auch andere Geräte, bei denen die Stromversorgung der PEM nicht mit versenkt wird, sondern über ein Stromkabel mit dem H₂-Erzeuger im Badewasser verbunden ist. In Anbetracht der drei kleinen PEM‑Zellen zur H2-Erzeugung dürfte eine nennenswerte H2-Anreicherung einer ganzen Badewanne voll Wasser, falls überhaupt möglich, einige Stunden dauern.
Die Werbung suggeriert, dass mit dem kleinen Gerät das gesamte Badewasser mit bis zu 1,9 ppm H₂‑Gas angereichert werden könnte. Das halte ich für eine bewusste Irreführung zu Werbezwecken, da mit einer Arbeitsweise ohne Überdruck überhaupt keine Übersättigung des Badewassers möglich ist. Ein Bild zeigt ein Messgerät, das direkt im sprudelnden H₂‑Gas einen rechnerischen Wert von 1,7 ppm aus dem gemessenen elektrischen ORP-Potenzial "abschätzt". Diese Anzeige selbst ist plausibel, weil so auch Wasserstoff mitgemessen wird, der sich gar nicht im Wasser löst, und die ORP-Messung keine vertrauenswürdige Messung des H₂-Gehalts ist.
Der
Testbericht kommt zu dem Schluss: Nach 20 Minuten erreicht man im 38 °C warmen Badewasser einen H₂-Gehalt von 0,75 ppm, falls nicht mehr als 4,5 Liter Wasser in der Badewanne sind!
Dann ist auch der Akku leer und muss wieder 2,5 h geladen werden – kein Kommentar.
Wer sich die zwei YouTube-Videos ansieht, auf die in der Werbung der Seite verwiesen wird, kann den Betrugsversuch auch selbst entlarven:
In einem Video misst das ORB-Messgerät 1,7 ppm (1724 ppb) in den sprudelnden Bläschen an der PEM-Zelle,
im anderen Video 0,3 ppm (292 ppb) im klaren Wasser seitlich ganz nah am Gerät. Etwas weiter entfernt ist vermutlich kein H2-Gas mehr nachweisbar. Von der Firma Buderwater wurde früher einmal ein erreichbarer H₂-Gehalt im Badewasser von 0,1 ppm für ein baugleiches Gerät angegeben.
Meine Billig-Blumentopf-Lösung mit der H2-Haube nach dem „Willand-Prinzip“ erreicht dagegen schon 0,3 ppm im gesamten Badewasser!
Duschbrause, die dem Wasser H₂‑Gas beimischt. Duschbrause, die dem Wasser H₂‑Gas beimischt. Fragwürdig, nicht getestet.
Ohne externen Gas-Anschluss soll dem Duschwasser im Brausenkopf Wasserstoff beigefügt werden. Einzige Angabe: Der Akku reicht für 40 Minuten.
Bei dem hohen Wasserdurchsatz beim Duschen und der geringen Leitung können in dem erzeugten Duschwasser nur homöopathische Dosen von H₂‑Gas beigesellt werden, wenn überhaupt. Auch soll das H₂‑Gas im Duschkopf durch Elektrolyse entstehen, also indem Strom durch das Wasser geleitet wird. Das funktioniert nicht mit jedem Leitungswasser. Das Produkt halte ich für absolut nicht empfehlenswert (Scherzartikel bzw. lustiger Schrott mit Akku zum Aufladen).
300‑ml-Inhalator, der auch 1–10 l/min H₂-Wasser im Durchfluss herstellen kann (war bei Alibaba zu haben). Nicht getestet.
Das sieht nach einem interessanten Gerät aus, denn selbst wenn es zur Erzeugung von H₂‑Wasser nicht taugt, dürfte es als Inhalator gut funktionieren. Wenn es wirklich 10 l/min an warmem H₂O‑Wasser mit 3,9 ppm herstellen kann, wie die Werbung suggeriert, wäre das super. Schaut man genauer hin, steht da „1 bis 10 Liter mit 3,9 ppm“ und nichts von warmem Wasser. Es ist auch nicht erkennbar, ob es eine Umwälzpumpe enthält. Es sieht so aus, als könne das Gerät nur in die Hauswasserleitung "eingeschleust" werden. Dann wird dem Badewasser beim Einlassen der Wanne sicher etwas H₂‑Gas zugefügt, aber vermutlich weniger als 0,5 ppm und bei weitem keine 3,9 ppm!
Drink HRM Bath Tablets.
Hier gibt es einen Testbericht dazu.
Das sind Tabletten zur Anreicherung von Wasser mit H₂‑Gas, für die auch ein plausibler Testbericht veröffentlicht wurde. 60 Tabletten kosten 48 $ und 66 Tabletten sind erforderlich, um 200 Liter Wasser 10 Minuten lang auf einem H2‑Gehalt von 0,8 ppm zu halten. Die Anreicherung dauert 5 Minuten und ab Minute 15 fällt der H₂‑Gehalt bis Minute 30 wieder auf 0,5 ppml ab. Ein solches Vollbad kostet dann ca. 53 $.
Molekular Hydrogene-Bath-Powder. Fragwürdig, nicht getestet.
Das ist ein Pulver, das dem Badewasser beigemischt das Badewasser mit molekularem Wasserstoff (also mit H₂‑Gas) anreichert. Ein Säckchen Pulver, welches ca. 150 Liter Badewasser auf 1,2 ppm H₂‑Gehalt aufladen soll, kostet 3,90 $. Ein Bad in einer üblichen Badewanne mit 200–300 Litern Badewasser kostet also ca. 6,50 €. Hier ein ähnliches Produkt aus Japan.
H2 InFuse Powder Wellness & Spa. Fragwürdig, nicht getestet.
Das ist ein Pulver, welches im Badewasser H₂‑Gas erzeugt, vermutlich in der Chemie den Tabletten ähnlich, die ein H₂‑Getränk erzeugen.
Als Inhaltsstoffe werden angegeben: Magnesiumcarbonat, Magnesiumhydroxid, Maltodextrin, Ascorbinsäure, Citronensäure, Magnesium-Pulver, Carboxymethylcellulose, Calcium, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat. (Vermutlich eine teure und wenig effektive Lösung mit ggf. unerwünschten Stoffen im Badewasser.)
Die chemische Erzeugung von Wasserstoffgas im Wasser basiert immer auch auf metallischem Magnesium, wasserlöslichen Säuren und Bindemitteln.
Badesalz, das H₂-Bläschen macht. Fragwürdig, nicht getestet.
Gibt es auch noch … Kein Kommentar
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