Anreichern von Wasser mit Wasserstoff in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

Test: 
AquavoltA® Age2 go 2,8 ppm Wasserstoff-Generator (2019-08, 2025-10)

test age2go 1test age2go 2

Hersteller: vermutlich David Lee, China
Typ: Age2 go 2.8 ppm
Vertrieb durch: AquaCentrum
Preis: 397,00 €

Funktionen: Laden mit Micro-USB, Ein-Knopf-Bedienung, Info-LED blinkt rot beim Laden und leuchtet grün, wenn voll geladen.
1 ×, 2 × oder 3 × drücken, um 10 Min. (blau), 20 Min. (lila) oder xx Min. (grün) lang zu boosten, 1 × lange -drücken, um zu stoppen
Sonderfunktion: 5 Min. lang drücken startet eine Entkalker-Funktion (vermutlich Strom-Umkehr an der PEM-Membran, Wasser wird dabei mit O2-Gas angereichert)

Hersteller-/Vertreiber-Angaben: 
0,2 ppm nach 5 Min. und 2,8 ppm nach 14 bis 21 Min. Laufzeit bei "Normal"-Füllhöhe, 300 ml Wasser,
Akku-Ladedauer 2 h

Qualität: weißer Kunststoff mit tailliertem Glaszylinder, ungewöhnliches Design, 
Eine Akku-Ladung ermöglicht 80 Minuten Dauerbetrieb (16 x 5 min)

Testergebnisse:

Laufzeit (einstellbare Laufzeit: 5 min und 10 min)       5         10         15         20         40     Minuten
Anzahl möglicher Boost-Läufe bei vollem Akku 16 8 6 4 2 mal
Leistung W20  (Gelöste H₂‑Gas-Menge je Minute) 0,73 - - 0,33 - ml/min
H2-Gehalt gemessen, 300 ml, Normalfüllung *) 1,0 - - 1,8 - ppm
H₂‑Gehalt gemessen mit 500 ml PET-Flasche (ohne Ventil) 1,1 3,0 4,6 Ø - ppm
            - zugehöriger Innendruck in der Flasche 0,7 1,7 3,0 4,0 - bar
H2-Gehalt gemessen, Glaszylinder 500 ml ohne Deckelventil 2,6 - 3,8 - - ppm
Leistungsversprechen 0,2 - - 2,8 - ppm
             
Betrieb ist während des Akku-Ladens möglich Ja          
- und ist auch bei leerem Akku möglich Nein          

 
*)   siehe Prüfvorgaben hier etwas höher bis 1 mm unter Unterkante Deckel
Ø   Die PEM-Zelle hält dem Druck von 4 bar nicht dauerhaft stand und wird geschädigt. Wasser läuft von da an in die Elektronik! (siehe Bilder unten)

 

Ergebnis:
Das Ventil im Deckel öffnet bereits bei 0,5 bis 1 bar! Daher werden mit dem Ventildeckel nur relativ geringe H2-Gehalte auch nach sehr langer Laufzeit erreicht.
Verwendet man dagegen eine geschlossene Getränkeflasche aus PET oder Glas ohne Lufteinschluss, sind zwar hohe H₂‑Gehalte erreichbar, aber ohne ein Sicherheitsventil ist es nur eine Frage der Boost-Dauer, bis die Flasche oder der Booster unter dem unbegrenzt steigenden Druck zerstört wird.
Mit einer eingeschraubten Pfand-Glasflasche ohne Lufteinschluss steigt der Innendruck schon in 30 Sekunden auf 4 bar und zerstört den Booster.

Ich habe mir den Deckel mit einem stärkeren Sicherheitsventil, das erst bei 3 bar Druck öffnet, modifiziert. Damit werden im taillierten Glaszylinder 2,9 ppm in 7 Minuten erreicht.

(so habe ich geprüft …)

 

Ergebnisse der Druckprüfung:

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Bilder: eingeschraubte PET‑Mehrwegflaschen zum Boosten (rechts mit eingebautem Manometer)

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Ergebnis der Druck-Messungen:
Bei 4 bar (blaue Kurve) versagte der Booster und Wasser lief in die Elektronik (keine H₂‑Gehaltsmessung mehr)

 

test age2go druck 5

Die Undichtigkeit ist am Druckabfall erkennbar:
innerhalb von 5 Minuten sinkt der Innendruck mit der PET-Flasche ohne Ventil von 4 auf 1,5 bar ab. Der Booster ist also undicht geworden.

Nach der Reparatur (Neuabdichtung) ist das Druckverhalten besser:
test age2go druck 6