Die Wirkung von H2-Gas im Körper
Auf dieser Seite geht es nicht darum, welchen gesundheitlichen Nutzen die vorübergehende Erhöhung von molekularem Wasserstoff im Körper haben kann. Ich gebe hier nur eine kurze Übersicht, denn davon schwärmen schon all die Seiten im Internet, auf denen eine große Anzahl der unterschiedlichsten Geräte zur Herstellung von H2-Wasser und zum Inhalieren von H2-Gas zum Verkauf angeboten werden.
Um mehr H₂‑Gas in den Körper zu bringen, als der Darm ohnehin produziert, kann man Wasserstoff nicht nur über das Trinken von Wasser in den Körper bringen. Wasserstoff kann auch inhaliert oder über die Hautoberfläche aufgenommen werden, durch Baden oder Schaumapplikation. Es wird in Deutschland mittlerweile auch
"Wasserstoff-Infusions-Therapie" angeboten, denn klinische Studien in Japan legen nahe, dass eine zusätzlich mit H₂‑Gas angereicherte Infusionslösung nach Operationen positive Effekte haben könnte. Auch in einer japanischen Klinik kann man sich gesättigtes H₂‑Wasser als Kochsalzlösung direkt in die Blutbahn spritzen lassen. Hier scheint es mir fraglich, ob die zu erwartende Wirkung den viel höheren Aufwand im Vergleich zu anderen Darreichungsformen von H₂‑Gas wert ist. Es gibt auch H₂‑gesättigte Augentropfen und ganz neu untersucht werden Knochenimplantate, die eine Woche lang H₂‑Gas abgeben, um die Knochenheilung zu fördern. Angenehmer finde ich es, da einfach H2‑Gas mit der Atemluft zu inhalieren, denn so kommt es auch ganz ohne Piks über die Lunge in die Blutbahn, oder die Haut lokal "atmen" zu lassen, und richtig schön ist es, in H2-Wasser zu baden.
Fakten über den Einsatz von H2-Wasser in der Medizin von 2016 sind auch in dieser Metastudie zusammengetragen worden (auf Englisch):

Clinical Effects of Hydrogen Administration: From Animal and Human Diseases to Exercise Medicine.
International Journal of Clinical Medicine, 7, 32–76.
http://dx.doi.org/10.4236/ijcm.2016.71005 und
hier als PDF
Hier eine
große Sammlung von Studien zu H₂‑Gas im Körper auf Englisch. Viele Artikel lassen sich auch im Volltext als PDF‑Datei einsehen.
Eine sehr gute deutsche Zusammenfassung der möglichen therapeutischen Wirkungen von H₂‑Wasser findet sich auch in der Patent-Offenlegungsschrift
DE102012217387A1 "Therapeutische Nutzung von Wasserstoffmolekülen" der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. München. Darin geht es um ein Präparat, das Wasser in einer chemischen Reaktion mit H₂‑Gas anreichert.
Wer sich über das "Wunderwasser" genauer und auf Deutsch informieren möchte, dem empfehle ich die meiner Meinung nach beste und vollständigste Sammlung zum Stand des Wissens über H2-Wasser:
Online-PDF-Büchlein von Karl-Heinz Asenbaum. ![]()
Elektroaktiviertes Wasser. Herr Asenbaum hat auch die Geräteentwicklung maßgeblich vorangetrieben und das Trinken von H₂‑Wasser in Deutschland erst "salonfähig" gemacht. Propagiert wurde es zuerst im asiatischen Raum und als Schönheitsmittel für die Haut beworben.
Was bewirkt eine "Überdosis" an H₂‑Gas im Körper?
Das habe ich mal versucht, indem ich über 8 Stunden konstant 600 ml H₂-Gas pro Minute mit der Luft eingeatmet habe (inhaliert durch die Nase). Das hatte erst gegen Ende den Effekt, dass ich mich angenehm high und leicht gefühlt habe, … Aber nach nur 5 Minuten Atmen ohne Wasserstoffzufuhr war der schöne Effekt leider wieder vollständig weg! Aus allem, was ich gelesen und an mir erfahren habe, halte ich H2-Gas in jeder Dosierung gesundheitlich für völlig unbedenklich.
Technisch gesehen gibt es bei unsachgemäßer Handhabung ein Brandrisiko, weil H₂‑Gas sehr leicht entzündlich ist, und es ist im richtigen Mischungsverhältnis mit reinem Sauerstoff sogar explosiv (Knallgas) … Aber H₂‑Gas, welches im Wasser gelöst ist, stellt absolut kein technisches Risiko dar, und auch das aus dem Wasser wieder entweichende H₂‑Gas verdünnt sich sofort mit der Umgebungsluft und verflüchtigt sich nach oben. Genauso wird aus H₂‑Gas, das mit Luft anstatt mit reinem Wasserstoff gemischt wird, noch kein explosives Knallgas. (Hier gehe ich auf die technischen Gefahren von H2-Gas genauer ein.)
