Anreichern von Wasser mit Wasserstoff in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

Einmixen von H2-Gas ins Badewasser

Die H2-Badehaube funktioniert noch nach dem "Willand-Prinzip" bei dem nicht H2-Gasbläschen in Wasser eingebracht werden, sondern ein Wasser-Sprühnebel in eine H2-Gas-Atmosphäre. Diese Methode hat sich zur H₂‑Trinkwasser-Bereitung ja auch bestens bewährt.

Um aber in kurzer Zeit gleich hunderte Liter Badewasser über die Sättigungsgrenze mit H₂‑Gas anzureichern, bin ich hier vom "Willand-Prinzip" abgewichen und habe es mal mit viel "Power" versucht. Ich hatte die Idee, die großen Gasblasen aus einem H2-Inhalator durch die sehr hohen Scherkräfte am Schaufelrad einer Kreiselpumpe klein zu "mixen" und diese Gasbläschen dabei den sehr hohen Druckstößen von Über- und Unterdruck auszusetzen. In Wasserturbinen und an Schiffsschrauben sind die Auswirkungen dieser Gas-Druckstöße als Kavitation gefürchtet, aber hier, im kleinen Maßstab und ganz im Überdruckbereich, könnten die Druckstöße doch auch eine schnellere Lösung von H2-Gas im Wasser bewirken? 

Wie sich zeigte, funktioniert diese Idee auch hervorragend, und je höher der Gegendruck ist, gegen den die Pumpe "ankämpfen" muss, umso besser. Doch gerade dieser erforderliche Gegendruck schafft das nächste Problem: Wie wird das unter dem hohen Pumpendruck gesättigte H₂‑Wasser auf seinem Weg zurück in die Badewanne zu drucklosem H₂‑Wasser, ohne die Übersättigung wieder zu verlieren, also ohne dass bei der Decompression viel von dem bereits gelösten H₂‑Gas wieder als milchiger Bläschen-Nebel aus dem Wasser entweicht?

Verursacht ein Badewasser-Gerät einen "Bläschen-Nebel", der oft fälschlich als Qualitätsmerkmal und als "Bano-Bubbles" beworben wird, so zeigen im Badewasser noch sichtbare Bläschen nur, dass das Badewasser im Gerät zwar noch übersättigt war, aber jetzt gerade im ausströmenden Wasser wieder rasch unter die Sättigungsgrenze absinkt. Viele Bläschen oder so ein Nebel im Badewasser bewirken, dass sofort massiv H₂‑Gas aus dem Badewasser getrieben wird! (Hier ein Video, das zeigt, wie dieser unerwünschte H₂‑Nebel durch lokale Druckschwankungen in übersättigtem H₂‑Wasser verursacht wird.)

Tatsächlich haben die vielen Experimente, wie ich das gesättigte Druckwasser ohne viel H₂‑Verluste wieder zurück in die Badewanne bekomme, die meiste Entwicklungszeit gekostet. Und im Nachhinein ist der gefundene Trick einfach und logisch: Die beste Lösung stellt ein simpler Schlauch mit optimiertem Durchmesser und Länge dar, der das empfindliche Wasser über einen langen Fließweg kontinuierlich und beliebig sanft entspannen kann. Als eine kompaktere, aber weniger effektive Lösung hat sich eine zunehmende Vergrößerung des Fließquerschnitts erwiesen, also ein trichterförmiger Ausströmer oder ein Dekompressionszapfhahn.

Dieses simple Prinzip habe ich inzwischen auch als Verfahren 1 zum Patent angemeldet, weil es jedem Heimwerker ermöglicht, sich selbst ein sehr kostengünstiges Gerät zur Anreicherung des Badewassers mit molekularem Wasserstoff zu bauen, wenn er eine H₂‑Gas-Quelle (z. B. einen Inhalator) hat. Gegenüber einem kommerziellen Gerät lassen sich so schätzungsweise 1000 EUR sparen.

Und so funktioniert es:
Das mit geringem Überdruck aus dem H₂‑Inhalator ausströmende H₂‑Gas wird zusammen mit dem Badewasser in die Saugleitung an der Umwälzpumpe eingeleitet, damit beides durch das Metall-Schaufelrad einer sehr starken Umwälzpumpe bei 2900 Umdrehungen je Minute unter hohem Druck "vermixt" wird. Dann wird das H₂‑Gas bei 3 bis 7 bar in die Druckleitung gepresst, und kann sich auf dem Weg zum Ausströmer weiter im Wasser lösen. Am Ende des Druckschlauches wird das aufgeladene Wasser dann entweder durch einen Kompensations-Zapfhahn oder einen langen Schlauch fast ohne H₂‑Verlust ins Badewasser eingeleitet. Alternativ ist es auch möglich, an den Druckschlauch eine edle Wirbeldusche (so wie in der H2-Haube verbaut) anzuschließen, die das bereits gelöste H2-Gas unter Wasser wieder "zerstäubt", was das Wasser mit H2-Bläschen vernebelt. Dadurch wird allerdings dann auch der H₂‑Gehalt im Wasser auf ca. 0,8–1,2 ppm begrenzt, verliert also wieder seine Übersättigung.

Das ebenfalls bereits zum Patent angemeldete Verfahren 2 kann durch eine weitere Komponente das Badewasser sogar auf über 250 % H₂‑Sättigung anreichern!

Und so funktioniert es:
Zwischen der Druck-Mix-Pumpe und der langen Dekompressionsleitung wird ein kleiner Druckbehälter zwischengeschaltet, in welchem das Wasser durch feine Düsen gepresst oder anderweitig verwirbelt wird, und unmittelbar danach wird das Wasser mit einem Mikroblasenabscheider "entlüftet". Dadurch werden zusätzlich Fremdgase (außer Wasserstoff) aus dem Badewasser entfernt und die Anreicherung mit H2‑Gas erfolgt dadurch sehr viel schneller und höher.

Wichtig: Damit H₂‑Gas aus einem Inhalator bei diesen Verfahren eingespeist werden kann, muss dieser das H₂‑Gas mit mindestens 0,1 bar Überdruck abgeben können. Bis auf ein Gerät stellten jedoch alle getesteten Inhalatoren H₂‑Gas mit einem Überdruck von 0,5 bis 1,5 bar zur Verfügung

In den Jahren 2023 bis 2026 habe ich schätzungsweise 70 bis 100 verschiedene Druck-Mix-Systeme als Rekombination der unterschiedlichsten Komponenten zusammengebaut und in der Badewanne an 200 Litern mit 38 °C warmem Wasser getestet. Die Systeme, die ich zum Nachbau empfehle, habe ich hier als "Versionen" im Untermenü aufgeführt.

Die Versionsnummern dieser Systeme entsprechen dem Wasserstoffgehalt im Badewasser in ppm, der nach 30 Minuten Umpumpen erreicht wird.