Anreichern von Wasser mit Wasserstoff in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

 Einmixen von H2-Gas in Druckwasser

Meine Idee war, eine starke Umwälzpumpe für das Badewasser zu nutzen und das H2-Gas mit in die Ansaugleitung einzuleiten, damit es gleich mit dem schnell laufenden Schaufelrad der Impeller-Kreiselpumpe in das Wasser reingemixt wird, und sich so schon H2-Gas in der Druck-Zuleitung zu der oben gezeigten Haube bei 4-5 bar Wasserdruck im Wasser löst. Das nicht gelöste Gas tritt dann mit dem Wasser aus dem Duschkopf aus und sammelt sich wie zuvor unter der Haube an.
Mein Experiment mit dem Einspritzen von Druckwasser einen Smoothy-Mixer brachte mich auf diese Idee!

Als "Druck-Mixer" verwende ich eine Peripher-Impeller-Pumpe PKm 70 von Pedrollo mit 600 Watt Leistung (diese bringt 5,5 bar bei 11 l/min, und maximal 65 l/min bei 2900 Umdrehungen/Minute). Allerdings wiegt das Teil 10 kg (!), ... aber eine Badewanne voll Wasser in kurzer Zeit mit H2-Gas zu sättigen ist ja auch nicht so "leicht". smile

Diese Pumpe habe ich auf ein Rollbrett vom Baumarkt montiert, auf dem auch gleich noch der Inhalator Platz hat. So "hüpft" mir die Pumpe durch das Drehmoment beim Einschalten nicht davon, und ich kann sie zusammen mit dem großen Inhalator leicht neben die Badewanne schieben.

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Zunächst ist die Enttäuschung groß, weil die Pumpe in Kombination mit der Haube auch keine signifikante Verbesserung bringt, aber dann erkenne ich auch meinen Denkfehler: Durch das Versprühen des durch das Mixen unter Druck übersättigten H2-Wassers wird der bereits gelöste Wasserstoff ja gleich wieder aus dem Wasser ausgetrieben!
Dann der Erfolg: Aus dem unter Wasser getauchten Duschkopf treten nur wenige große Bläschen wie bei dem Sprudelstab, und viele sehr feine Bläschen wie bei den Booster-Flaschen aus. Zusätzlich entsteht aber auch noch etwas feiner Nebel, bestehend aus Mikro-Bläschen. Das Wasser wird also milchig, gerade so wie wenn man übersättigtes Wasser bei niedrigerem Druck schüttelt und das im Wasser bereits übersättigt gelösten H2-Gas wieder ausfällt. Der Druck von jetzt 6 bar mit einem Duschkopf, und 10 bar (!!) mit dem Vita-Titan Wirbler ist dabei allerdings viel zu hoch.)

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"Milchiges" Wasser aus der Badewanne (Mikro-Bläschen im Wasser)

Mit dieser Methode steigt der H2-Gehalt in den ca. 300 Liter 40 °C warmen Badewasser alle 5 Minuten um 0,16 ppm und nach 20 Minuten wird der Höchstwert von 0,9 ppm erreicht, denn weitere 15 Minuten pumpen bewirken keinerlei Steigerung mehr. Wegen der großen Wasseroberfläche und der hohen Temperatur bringt offenbar auch das Einstrudeln von übersättigtem H2-Wasser keinen weiteren Gewinn. Der so erreichte Wert von 1 ppm entspricht aber genau dem "hohen Wert" (Zitat) an gelöstem H2-Gas in der eingangs erwähnten Studie bei Schuppenflechte. Wobei auch meine blauen Messtropfen schon 3 Jahre alt sind und inzwischen ggf. einen zu niedrigen Wert anzeigen (warum siehe hier unter "Messgenauigkeit").

Zunächst hatte ich auch als Ansaugschlauch nur einen weiteren dünnen Duschschlauch verwendet. Das bremste den erreichten Druck auf nur 3 bar, wobei nach der Kennlinie der Pumpe jedoch 6 bar erreicht werden sollte. Daraufhin habe ich den Saugschlauch durch einen klaren 19 mm PVC-Schlauch ersetzt. Jetzt konnte ich sogar gleich zwei Magic7 Duschen an der Umwälzpumpe mit 6 bar betreiben!

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Links: Pumpe mit 19 mm Saugschlauch und 1/2" Dusch-Schlauch auf der Druckseite, druckseitiges Manometer und Ablasshahn zu Entnahme von H2-Wasser direkt nach dem Einmixen   Rechts: Ansaugkopf mit Edelstahlsieb (Umgebautes Rückschlagventil: Klappe ausgebaut und dafür ein Anschluss für die H2-Gas-Einleitung vom Inhalator seitlich eingeschraubt)

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Links: Druckseite mit zwei "Magic7" Duschen unter Wasser  Rechts: Saugseite mit H2-Gas-Zuführung unter Wasser

Jetzt wird das Badewasser milchig-trüb voller H2-Bläschen und in 15 Min ist das Badewasser mit den zwei Duschköpfen einmal umgewälzt.

Um auf den für den Duschkopf angeblich optimalen Druck von 4-5 bar zu kommen, habe ich zuerst noch einen zusätzliche Wirbler angeschlossen, der nochmal 4,5 l/min an Wasser abnimmt, und schließlich habe ich als dritten Ausströmer den Duschkopf aus der Haube (s.o.) statt dem Wirbler angeschlossen.
Jetzt, bei einem Durchfluss von gut 30 l/min, sinkt der Druck auf die geplanten 4-5 bar, und auch die Pumpe arbeitet jetzt deutlich leiser und verbraucht weniger Strom.

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Links: mit zusätzlichem Wirbel-Ausströmer in der Mitte    Rechts: drei "Magic7" Duschen

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In der Version mit 3 Duschköpfen wird das Badewasser alle 10 Minuten einmal umgewälzt, und in 14 °C kaltem Wasser werden die 1 ppm H2-Gehalt schon nach 20 Minuten Pumpen erreicht. Nach weiteren 10 Minuten liegt der H2-Gehalt dann bei 1,1 ppm.
(Messreihe:  5 min, 0,1 ppm / 10 min, 0,4 ppm / 15 min, 0,6 ppm / 20 min, 0,9 ppm / 25 min, 0,8 ppm / 30 min,  0,9 ppm)

Hier ein kurzes Video dazu