Bauanleitung für die H2-Badewasser-Anreicherung mit Umwälzpumpe
Die hier vorgestellte Kombination von Umwälzpumpe und "Bierzapfhahn" ist mein Preis-Leistungs-Sieger, um in relativ kurzer Zeit 38 °C warmes Badewasser mit bis zu 1,3 ppm molekularem Wasserstoff anzureichern. Soweit mir bekannt, werden mit diesem Bauvorschlag die meisten fertig käuflichen Geräte im erreichbaren H2-Gehalt weit übertroffen. (Hier ist eine Zusammenstellung von Badewasser-Geräten, wie sie im Internet angeboten werden.)
Hier eine Auflistung aller Bauteile und was ich dafür bezahlt habe:
- Impeller-Pumpe mit 550 W von Pedrollo, Typ PKm65 (145 €)
- Netzkabel, 3-adrig, mit Schuko-Stecker für 220V (3,50 €)
- Schaumstoff-Polster (Verpackungsrest) unten mit doppelseitigem Klebeband befestigt

---------- Saugschlauch mit Anschluss --------- - 1″ Messing-Doppelnippel (2,90 €)
- Klauenkupplung zum Anschluss des Saugschlauchs, 1 × mit 1″ Außengewinde, 1 × mit Schlauchtülle 25 mm ∅ (9 €)
- ca. 1,5 m Saugschlauch ∅ 25 × 30 für leichten Unterdruck geeignet (6,5 €/m vom Baumarkt)
- Messing-Reduzierstück 1 auf 3/4 Zoll (AG Ø 32 mm × IG Ø 25 mm) (6 €)
- Edelstahl-Saugkorb mit 1" Außengewinde (3 - 8 €)
- ggf. zusätzlich ein Feinfilter 3/4" im Klarsicht-Gehäuse, um Haare zurückzuhalten. (für Wirbeldusche erforderlich, 7,50 €)


zu Nr. 8, nur mit Grobfilter

zu Nr. 9, mit zusätzlichem Feinfilter gegen Haare (Öffnung in der Klarsichthaube auf 20 mm Ø aufgebohrt/ausgefeilt und Gewinde außen abgefeilt, ebenso den Überstand am Eingang des blauen Deckels maximal ausgefeilt)
---------- Druckschlauch mit Anschluss --------- - Doppelnippel 1" Messing (2,90 €)
- Übergang 1" auf "Gardena-System" oder ähnlich, wie für Wasserhahn-Anschluss (3 €)
- 2x "Gardena-Anschluss" für Schlauchinnendurchmesser 16 mm (9,45 €)
- ca. 1,5 m Gewebeschlauch ∅ 16 × 22 (3,99 €/m vom Baumarkt)
---------- Bierzapfhahn --------- - Edelstahl-Bierzapfhahn (40 €)
- Adapter mit 5/8" Innengewinde auf 3/4" Außengewinde zum Anschluss des Bier-Zapfhahns (7,80 €)
- "Gardena-Adapter" 3/4" Innengewinde (3 €)
Alternative: Magic7 Wirbeldusche und 1/2" Gardena-Adapter (ca. 300 € !)
Damit werden nur H2-Gehalte bis ca. 1,2 ppm erreicht, und das Wasser wird "milchig". Direkt über den Körper geführt hat der Duschkopf den schönen Effekt einer Bürsten-Massage.
Gesamtkosten 250 bis 300 € (plus Versandkosten)
Im Originalzustand schließt sich der Zapfhahn immer wieder von selbst, wenn er nicht betätigt wird. Damit er in der Badewanne ständig offen bleibt, kann er dazu leicht so wie hier beschrieben modifiziert werden, oder der Handhebel kann mit Klebeband oder Draht in der Offenstellung fixiert werden.
Achtung: Nicht jeder Zapfhahn ist für diese Anwendung geeignet! (hier sind Auswahlkriterien beschrieben)
In dieser Version wird das H2-Gas eingeleitet, indem es vom Inhalator zum Ansaug-Filterkorb geführt, und dort so fixiert wird, dass das Gas zusammen mit dem Wasser aus der Badewanne angesaugt wird. Man kann sich auch an den Filterkorb einen Anschluss basteln, z.B. so:

Empfehlenswert ist es, das H₂‑Gas direkt am Saugstutzen der Pumpe einzuleiten, weil das Gas dann in kleineren Blasen und dadurch vollständiger in das Wasser "eingemixt" wird. Das erfordert aber weitere Bauteile, etwas mehr Bastelei und ggf. handwerkliches Geschick. Wichtig ist dann, dass das H₂‑Gas dann über eine Rückflusssicherung eingebracht wird, damit kein Wasser in den Inhalator gedrückt werden kann, oder eine "Wasserfalle", wie sie bei den meisten Inhalatoren mitgeliefert wird, dazwischen geschaltet wird.
Hier meine handwerkliche Lösung für die H2-Gas-Einleitung:



Ein sehr dünnes Kupfer-Röhrchen, das über eine 3-mm-Bohrung in den 1" Doppelnippel geführt wird und dessen Ende in dem Wasserstrom der Ansaugleitung endet. Hier ist die Abdichtung unkritisch, weil kein hoher Druck anliegt.
Eine Alternative zum Bohren lässt sich auch aufwendiger mit Standard-Bauteilen realisieren. Hier ein Beispiel, was ich für andere Versuche zusammengeschraubt habe (nur das T-Stück müsste jetzt einen 3/4" oder 1" Querschnitt haben):


Links: Gesinterter Schalldämpfer für Pressluft als "Sprudler" der über ein Rückschlagventil an den Inhalator angeschlossen wird (damit nur Gas ins Wasser und kein Wasser in den Inhalator fließen kann)
Rechts: So ragt dann dieser Eigenbau-"Sprudler" in ein ½‑Zoll-T-Stück (verwendet werden sollte mit der Pumpe aber ein ¾‑Zoll-T-Stück für mehr Durchfluss)
Konstruktionsregeln
Es gibt einige Bedingungen an die verwendeten Bauteile, die eingehalten werden sollten, damit die Anreicherung mit H₂‑Gas überhaupt funktioniert. Wenn also andere Bauteile verwendet werden sollen, ist hierauf zu achten:
- Die Pumpe sollte eine hohe Drehzahl haben und das Impeller-Rad im Inneren viele "Schaufeln".
- Der Widerstand, den die Druckleitung der Pumpe entgegensetzt, soll zu einem Druck an der Pumpe von 4 bis 5 bar führen.
- Der Saugschlauch sollte möglichst kurz sein und einen großen Durchmesser haben. (sonst entsteht ein Unterdruck, der das gelöste H₂‑Gas wieder austreibt)
- Das H₂‑Gas sollte durch einen dünnen Auslass möglichst nah an der Saugseite der Pumpe in das eingesaugte Wasser eingeleitet werden, als feine regelmäßige Bläschenkette. Ungünstiger ist die Ansaugung am Einlass, weil sich größere H₂‑Blasen auf dem Weg zur Pumpe bilden.
- Entlang des Fließweges sollte sich der Querschnitt möglichst nicht vergrößern, und sich keinesfalls sprunghaft vergrößern (Turbulenzen vermeiden!)
- Filter sollten am Beginn der Saugleitung angeordnet werden und den Durchfluss nicht bremsen. Ein leichter Unterdruck in der Saugleitung unmittelbar vor der Pumpe ist günstig, dieser soll aber –0,3 bar nicht unterschreiten. (Wenn am/im Filter Gasblasen entstehen oder verbleiben, wird H2‑Gas ausgetrieben.)
- Die Druckleitung darf nicht zu dünn sein, um turbulente Strömungsverhältnisse zu vermeiden.
- Eine lange Druckleitung hat den Vorteil, dass in der Leitung bereits ein sanfter Druckabbau stattfindet und sich das Wasser mit H₂‑Gas übersättigt.
- Wird das H2‑Wasser mit scharfen Wasserstrahlen eingeleitet, wird der maximale H2-Gehalt auf ca. 0,9 ppm beschränkt.
- Ideal ist, wenn das umgepumpte Wasser unter Wasser eingeleitet wird, und dort möglichst wenige Bläschen oder Nebelschwaden austreten (solche Mikrobläschen weisen auf nicht gelöstes H₂‑Gas hin, das rasch wieder entweicht und dabei bereits gelöstes H₂‑Gas aus dem Wasser treibt).
