Anreichern von Wasser mit Wasserstoff in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

Bestimmung der relativen H2-Sättigung mit den blauen Tropfen

 

Wie viel mg H2-Gas sich in Wasser unter atmosphärischem Druck lösen hängt auch von diesen Faktoren ab:

  • der Temperatur des Wassers 
  • dem Luftdruck über dem Wasser, also dem Wetter und der geografischen Höhe über dem Meeresspiegel
  • von Inhaltsstoffen und Gase im Wasser welche die Löslichkeit von H2-Gas im Wasser verringern können
  • von Metallionen im Wasser die einen Einfluss auf die chemische Reaktion der Tropfen haben und die Messwerte verfälschen

Aufgrund dieser Einflussfaktoren auf das absolute Messergebnis der blauen Tropfen ausgedrückt in mg H2-Gas je kg Wasser (identisch mit ppm) ohne Referenzmessung immer fragwürdig.
Ein Messwert 12 Tropfen in 38 °C warmem Wasser, mit gelösten Stoffen welche die Reaktion der Tropfen chemisch behindern, in einem Tiefdruckgebiet in 1000 m Höhe kann ein ausgezeichneter Wert sein, aber für kaltes, destilliertes Wasser auf Meeresniveau ist der Wert schlecht und das gemessene Wasser weit unter der möglichen Sättigung.

Daher verwende ich zur Beurteilung von Geräten und Verfahren zur Herstellung von H2-Wasser nur noch die vor Ort erreichbare Sättigung als Bezugsgröße und nicht mehr die zweifelhafte Bestimmung des H2-Gasgehalts in ppm.

Als die in der Praxis bei gegebener Temperatur, Luftdruck und Wasserqualität erreichbare 100-prozentige Sättigung habe ich für mich den Messwert (bzw. die Tropfenanzahl) definiert, den ich in dem verwendeten Wasser messe, wenn dieses so lange, offen mit H2-Gas durch-sprudelt wurde, das zwei in 10 Minuten aufeinander folgende Messungen keinen Unterschied im Messwert mehr ergeben.
Dieser Messwert definiere ich als 100 % Sättigung und beziehe alle Messungen, welche ich an diesem Ort, zu dieser Zeit, mit diesem Wasser mache auf diese 100-prozentige Sättigung.

Das klingt viel komplizierter als es in der Praxis ist. Tatsächlich genügt es in der Regel einen Diffusor-Stab einen einem 120-ml-H2-Inhalator anzuschießen und diesen für mindestens 20 Minuten in ein Glas mit 250 ml Wasser zu hängen und danach die blauen Tropfen zu zählen die sich in diesem Wasser lösen. Ist diese Anzahl X, und indem Wasser, dass von dem H2-Gerät erzeugt wurde entfärben sich eine Anzahl von Y an Tropfen so hat das H2-Gerät ein Wasser mit der Sättigung S noch folgender Formel hergestellt:

S = Y / X * 100 %

Lösen sich zum Beispiel bei dem offenen Durchsprudel mit H2-Gas 16 Tropfen in 6 ml Trinkwasser, und in dem Trinkwasser aus einer Booster-Flasche 50 Tropfen, so ist das Trinkwasser aus der Flasche zu 312 % gesättigt (als stark übersättigt) und dieser Wert verändert sich nicht, wenn ein anderes Wasser mit anderer Temperatur an einem anderen Ort auf diese Weise bestimmt wurde.

Voraussetzung ist dabei in erster Linie, dass das Wasser bei beiden Messungen dieselbe Temperatur hatte. Wenn sich die Temperaturen deutlich voneinander unterscheiden, das sollte der Messwert im Wasser aus der Booster-Flasche noch umgerechnet werden. Weil das nicht so einfach geht, stelle ich hier für die Umrechnung ein Excel-Formular zur Verfügung: Excel-Formular

Für die Bestimmung der erreichten H2-Sättigung in 38 °C Badewasser ist dieses Umrechnungsformular sehr hilfreich, weil das sehr warme Wasser beim Durchsprudeln schnell auf Raumtemperatur abkühlt und das macht sich dann schon in dem Sättigungswert sehr stark bemerkbar, wenn keine Korrektur erfolgt.

Auf dieser Grundlage schlage ich hier auch einen Schnelltest für H2-Booster-Flaschen vor.