Trinkwasser mit Wasserstoff anreichern in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

 Herstellen der gesättigten Messflüssigkeit mit 1,6 ppm H2-Gas

 

  • einfaches Verfahren:
    Ein Trinkglas wird mit destilliertem Wasser gefüllt und in einen warmen Raum gestellt. Mit einem Inhalator wird dann ca. eine Stunde lang H2-Gas in das offene Wasser gesprudelt (mit einem Diffusionsstab oder Sprudelstein für das Aquarium). Dann wird dieses Wasser im Glas als Messflüssigkeit verwendet, wobei man das H2-Gas weiter einsprudeln lassen kann.
    Anstelle des destillierten Wassers kann auch genau das Trinkwasser verwendet werden, welches anschließend mit den Tropfen gemessen werden soll.
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    Bild 1: Messflüssigkeit einfach herstellen

    Alternativ kann auch eine Booster-Flasche ohne Deckel ca. 30 Minuten im Dauerbetrieb laufen, um ein Test-Wasser mit 1,6 ppm Gehalt an H2-Gas zu bekommen.
  • genaueres, aufwendiges Verfahren:
    H2-Wasser mit genau 1,572 ppm entsteht dann, wenn reines Wasser (H2O ohne gelöste Gase) bei 25 °C auf Meereshöhe sehr lange Zeit einer Atmossphäre aus reinem H2-Gas ausgesetzt wird. Diesem theoretischen Ideal kann man sich so schon ganz gut annähern:

    Zunächst wird doppelt destilliertes Wasser längere Zeit gekocht, so dass es leicht sprudelt und Blasen an der Oberfläche Austreten, um das Wasser "gasfrei" zu machen. Da kochend heiße Wasser dann sofort ohne Lufteinschluss in eine Glas mit Schraubdeckel füllen und so unter Luftabschluss abkühlen lassen.

    Dann das Schraubglas öffnen und sofort in einen  größerenBehälter stellen, der schon mit H2-Gas fefüllt wurde und der sich unten unterhalb des Wasserbehälters gasdicht schließen lässt. Während der äußere Behälter unten noch leicht geöffnet ist, wird wieder lange Zeit H2-Gas in das Wasser sprudeln lassen. Dadurch löst sich H2-Gas im Wasser und keine Fremdgase gelangen trotz unten offenem Behälter mehr ins Wasser. Gleichzeitig füllt sichbestehen bleibt. Anschließend wird der untere Deckel des äußeren Gefäßes gasdicht geschlossen und dem Wasser im Inneren 2-3 Tage Zeit gegeben, mit der H2-Gas-Atmosphäre ins Gleichgewicht zu kommen, welches gleichbedeutend ist mit einem H2-Gehalt im Wasser von 1,57 ppm.
    Dass die Raumtemperatur nicht genau 25 °C beträgt und der Luftdruck etwas geringer als auf Meereshöhe ist, kann vernachlässigt werden. Wichtig ist aber, dass die Messung sofort nach der Entnahme der Messflüssigkeit aus der H2-Atmosphäre erfolgt, und das Wasser für die Messung möglichst unten im Glas entnommen wird, weil das H2-Gas an aus dem Wasser (der Messflüssigkeit) sehr schnell in die Raumluft entweicht und damit der ppm-Wert beständig absinkt.
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    Bilder 2 und 3: Messflüssigkeit in H2-Atmosphäre, Gas-Einleitung über die Schläuche einer Nasenbrille zum Inhalieren, die zur Lagerung über die drei Tage einfach in die Gummidichtung des äußeren Einweckglases gasdicht eingeklemmt werden kann. So muss der Schlauch nicht herausgenommen werden.